Am Kletterturm am Teufelsberg ist wegen Ausbildungsveranstal- tungen öffentliches Klettern nur sehr eingeschränkt möglich am:
September: 24.-25. und 18.-19.09.
Gemessen an diesen Zeiträumen ist es kaum fassbar, welche Veränderungen die Alpen in den letzten 50 Jahren erfahren haben. Über viele Jahrhunderte hat die Almwirtschaft die Landschaft geprägt. Dem wirtschaftlichen Druck der viel einfacheren Landwirtschaft im flachen Land kann sie nun aber kaum widerstehen. Für Talsperren, Autobahnen, Bergbahnen, Skipisten und Liftanlagen sowie große Hotelkomplexe wurden Wälder gerodet, aus Weideflächen wurde Bauland, Flüsse und Bäche wurden kanalisiert und riesige Bauwerke wurden errichtet. Selbst Gipfel der Berge wurden bebaut.
Fotos: Gesellschaft für ökologische Forschung
Kein Zweifel - die Alpen, dieser einzigartige Lebensraum, Rückzugsgebiet seltener Pflanzen und Tiere und Erholungsraum für Millionen von Menschen, sind gefährdet.
Die Alpen brauchen unseren Schutz Der Deutsche Alpenverein setzt sich für eine umwelt- und sozialverträgliche Entwicklung des Alpenraums ein und bekennt sich zu einem ganzheitlichen Natur- und Umweltschutz. Mit dem Grundsatzprogramm von1994 wurde die Arbeitsgrundlage geschaffen. Das Ziel des Deutschen Alpenvereins ist der langfristige Erhalt der Hochgebirgsnatur � für uns heute und insbesondere auch für künftige Generationen. Der Deutsche Alpenverein sieht in der Naturerfahrung in Hochgebirge eine unerlässliche Voraussetzung für naturschützerisches Engagement, denn nur was der Mensch kennt und liebt, wird er auch schützen.
Gemeinsam mit den Alpenvereinen und vielen anderen Institutionen aller Alpenstaaten hat der Deutsche Alpenverein an der Entwicklung der Alpenkonvention mitgewirkt, in der erstmalig gemeinsam von allen Alpenstaaten Leitlinien für den Schutz der Naturressourcen im Alpenraums festgelegt worden sind. Dies ist aber erst der Beginn von einem langen und zähen Umsetzungsprozess, denn immer wieder werden sich Konflikte ergeben, wenn es zum Beispiel um neue Verkehrserschließungen und neue touristische Nutzungen geht.
Veröffentlichung der CIPRA (Commission Internationale pour la Protection des Alpes)
Naturschutz und Umweltschutz im Alpenverein Für den Alpenverein sind Naturschutz und Umweltschutz wichtige Ziele bei allen Aktivitäten. Darüber hinaus kann der Alpenverein seine Argumente nur dann glaubhaft vertreten und Beiträge zum Schutz der Alpen von anderen Institutionen verlangen, wenn er in seinem eigenen "Haus" beispielhaft vorangeht. Wichtige Beispiele dafür, wie der Alpenverein an diese Aufgabe herangeht, sind: - So wie im 19. Jahrhundert der Alpenverein mit dem Bau von Hütten und Wegen die Erschließung der Alpen für den Menschen wesentlich vorangetrieben hat, so sieht er heute seine Aufgabe darin, diese Infrastruktur nicht weiter auszubauen dafür aber so umweltverträglich wie möglich umzubauen und zu unterhalten.
Unter den Stichwort Hüttenumbau für den Naturschutz berichten wir beispielhaft über die Maßnahmen der Sektion Berlin Brandenburger Haus im Ötztal, die Berliner Hütte und das Friesenberghaus im Zillertal.
- Beim Bergsteigen in dem Hochgebirge bewegen wir uns mitten in der schutzwürdigen Natur. Der Alpenverein gibt daher seinen Mitglieder und allen anderen Bergsteigern mit der Broschüre Bergsteigen natürlich viele Hinweise für umweltverträgliche und erlebnisreiche Bergtouren.
- Im Winter braucht das Wild im Gebirge alle Kraft, um zu überleben. Dann können auch schon kleine Störungen lebensbedrohlich werden. Unter Skibergsteigen umweltfreundlich werden viele Hinweise für das richtige Verhalten gegeben. Dieses Zeichen zeigt die richtige Ski-Route in schutzbedürftigen Gebieten. .
- Einen besonderen Schutz brauchen die Pflanzen und Nistplätze in den Felsen. Der Besucherkodex für diesen Prunksaal der Natur hat den sehr bezeichnenden Titel Zu Gast in den Felsen. Dies gilt in den Alpen als auch in den Kletterregionen in den deutschen Mittelgebirgen. In Abstimmung mit den örtlichen Sektionen des Deutschen Alpenvereins wurden von den Naturschutzbehörden Kletterregelungen getroffen, die jeder Kletterer zu befolgen hat. Wichtig ist dabei, dass die nistenden Vögel nicht gestört werden und die mit Pflanzen bewachsenen Felskuppen nicht betreten werden.
- Zur Entlastung von Straßen und Parkplätzen und zur Schonung der Umwelt ist es wichtig, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berge zu fahren. Damit verbindet sich zugleich der große Vorteil, spontanen Routenänderungen folgen zu können und nicht nur Rundtouren unternehmen zu müssen, um zum Ausgangspunkt zurück zu kehren. Empfehlenswerte Links für Auskünfte über Bahn- und Busverbindungen sind: -www.bahn.de -www.oebb.at -www.oepnv.de ( weitere Links führen zu allen deutschen ÖPNV-Auskünften ) -www.postbus.at -www.publish.at (sehr schnell, alle Hütten und Busverbindungen in Österreich).
Auch die Wandergruppen der Sektion Berlin benutzen für die Anreise zu ihren vielen Wanderungen im Umland von Berlin ausschließlich Bahnen und Busse. Das schont die Umwelt und erleichtert eine großzügige Routenplanung. Die Ziele bei diesen Wanderungen sind ein schöner, langer Weg und eine bessere Kenntnis der Landschafts- und Naturschutzgebiete.
- Von den sieben sektionseigenen Schutzhütten liegen vier Hütten im Zillertal. Die Sektion nimmt daher großen Anteil am Ausweis und an der Pflege des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen. Diese Region bietet viele und abwechslungsreiche Wandermöglichkeiten; sie ist zugleich ein Dorado für hochalpine Touren und Gipfelbesteigungen.
- Im Internationalen Jahr der Berge 2002 hat die Sektion Berlin in Zusammenarbeit mit dem Landesverband des Deutschen Alpenvereins und dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft für sechs Wochen die große Fotodokumentation Schöne neue Alpen der Gesellschaft für ökologische Forschung im ehemaligen Staatsratgebäude gezeigt. Die Ausstellung zeigt auf 85 großformatigen Tafeln in leicht verständlicher und zugleich eindringlicher Weise die Schönheit und die Gefährdung der Alpen. Mit diese Ausstellung haben wir bei den vielen Besuchern Anstöße für einen pfleglicheren Umgang mit den Alpen gegeben.
Almkuh unter der Autobahn - ratlos ? (Foto : Gesellschaft für ökologische Forschung)
Auskünfte zu weitergehenden Fragen zum Naturschutz und Umweltschutz in den Alpen geben der Referent für Naturschutz bei der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins, und insbesondere das Referat für Natur- und Umweltschutz des Hauptvereins des Deutschen Alpenvereins in München rnu@alpenverein.de.