Friesenberghaus - Geschichte

Das Friesenberghaus hat für den Deutschen Alpenverein eine besondere historische Bedeutung. Denn seine Entstehung ist die Geschichte eines jahrelangen Kampfes unter Bergsteigern gegen Intoleranz im früheren Deutschen und österreichischen Alpenverein (D.u.Ö.A.V.).

Anlaß dieses Kampfes waren politische Auseinandersetzungen um die Einführung eines Arierparagraphen, mit dem Ziel jüdische Mitglieder von einer Mitgliedschaft im D.u.Ö.A.V. auszuschließen. Es waren vor allem die Wiener Sektion Austria und österreichische Sektionen, die mit allen Mitteln versucht haben dieses Ziel durchzusetzen.

In jener Zeit, in der die bergsteigerische Kameradschaft schließlich dem politischen Wahn und ideologischen Dogmen geopfert worden ist, waren die Sektion Berlin und die Akademische Sektion Berlin bemüht gemeinsam dagegen anzugehen.

Als Antwort auf die antisemitische Haltung der meisten Sektionen gründeten Mitglieder der Sektion Berlin im April 1925 den Deutschen Alpenverein Berlin e. V., der von 1928 bis 1930 an einem der schönsten Aussichtsplätze der Zillertaler Alpen das Friesenberghaus errichtete.

1933 wurde das Haus dem Alpenverein Donauland in Wien überschrieben. Die wenigen Überlebenden des Alpenvereins Donauland konnten das Friesenberghaus nicht mehr erhalten Deshalb übergaben sie es 1968 in die Obhut der Sektion Berlin und damit wieder in die Betreuung durch Berliner Bergsteiger.


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